Nach den Wahlen steht Polen vor Rechtsruck

26.10.2015 • 21:53 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Warschau. (VN) Nach dem klaren Sieg der Konservativen bei der Parlamentswahl in Polen steht das Land vor einem Rechtsruck. Die bisherige Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) kann nach Hochrechnungen vom Montag ohne Koalitionspartner regieren – ein Novum in Polen seit dem Ende des Kommunismus. Außerdem ist erstmals seit 1989 keine einzige linke Partei im Parlament vertreten. Im Wahlkampf hatten sich PiS-Politiker klar gegen die Aufnahme muslimischer Flüchtlinge ausgesprochen.

Nach einer Prognose vom Montag stimmten 37,7 Prozent der Wähler für PiS und ihre Spitzenkandidatin Beata Szydlo. Die liberalkonservative Bürgerplattform (PO) von Regierungschefin Ewa Kopacz erhielt lediglich 23,6 Prozent der Stimmen.