Kinder fallen weiter zurück

27.10.2015 • 21:14 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Studie zu sozialer Gerechtigkeit: Platz sechs für Österreich. Junge eher armutsgefährdet.

Wien. Eine EU-weite Studie der deutschen Bertelsmann-Stiftung sieht Österreich in puncto sozialer Gerechtigkeit an sechster Stelle. Gut funktionieren demnach insbesondere Arbeitsmarkt und Gesundheitssystem. Probleme sieht die Studie in der hohen Armutsgefährdung von Kindern und Jugendlichen und der mangelnden Bildungsgerechtigkeit: Die Kluft zwischen Jung und Alt wächst. Seit 2007 ist der Anteil der von Armut und Ausgrenzung bedrohten Kinder und Jugendlichen von 18,5 auf 23,3 Prozent gestiegen. Das Risiko der Altersarmut ist dagegen von 18,6 Prozent (2009) auf 15,7 Prozent (2014) gesunken.

Für ihren „Social Justice Index“ vergleicht die Bertelsmann-Stiftung 35 Kriterien – von der Arbeitslosigkeit bis zur Umweltpolitik. Spitzenreiter sind wie in den vergangenen Jahren die skandinavischen Länder Schweden, Dänemark und Finnland vor den Niederlanden und Tschechien. Dahinter folgt schon Österreich noch vor Deutschland. Schlusslichter sind Bulgarien, Rumänien und Griechenland.