12.000 Plätze für Balkanroute schon zugesagt

Politik / 30.10.2015 • 22:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Geordneter Übergang an Österreichs Grenze zu Bayern. Foto: dpa
Geordneter Übergang an Österreichs Grenze zu Bayern. Foto: dpa

brüssel, wien. (VN) Österreich, Slowenien, Kroatien und Serbien haben insgesamt 12.000 Plätze für Flüchtlinge entlang der Balkanroute zugesagt, teilte die EU-Kommission am Freitag mit. Andere Staaten seien noch säumig. Staats- und Regierungschefs entlang der Route hatten am Sonntag vereinbart, bis Jahresende 50.000 Unterkünfte zu schaffen, weitere 50.000 in Griechenland.

Auf der Route zählten die Behörden von Donnerstag auf Freitag etwas weniger Grenzübertritte als in den Tagen zuvor. Österreich baute am Freitag ein 1000 Flüchtlinge fassendes winterfestes Zelt vor dem bayerischen Grenzübergang Wegscheid auf. Spielfeld erwartete für die Nacht zum Samstag weitere Tausende Flüchtlinge aus Slowenien.

Karas gegen Grenzzäune

Othmar Karas, ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, kritisierte dieweilen ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz. Dieser hatte ÖVP-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner unterstützt und betont, dass ihre Idee von Grenzzäunen funktionieren würde. Karas hingegen erklärte, dies sei gegen die Regierungslinie.