„Tag des Kampfes gegen globale Arroganz“ im Iran

04.11.2015 • 21:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Tausende Iraner demonstrierten am Mittwoch gegen die Arroganz der USA und verbrannten in der Hauptstadt Teheran US-Flaggen. Foto: AP
Tausende Iraner demonstrierten am Mittwoch gegen die Arroganz der USA und verbrannten in der Hauptstadt Teheran US-Flaggen. Foto: AP

Tausende Iraner demonstrierten in Teheran gegen die USA.

teheran. (VN) Tausende Iraner haben am 36. Jahrestag der Besetzung der US-Botschaft in Teheran gegen die USA protestiert. „Tod Amerika“, aber auch „Nieder mit Israel“ skandierten die Demonstranten am Mittwoch in der iranischen Hauptstadt und verbrannten US-Flaggen. Auch andernorts gab es Proteste anlässlich des „nationalen Tages des Kampfes gegen die globale Arroganz“.

Am 4. November 1979 hatten radikale Studenten während der islamischen Revolution die US-Botschaft gestürmt, 52 Diplomaten als Geiseln genommen, diese erst nach 444 Tagen wieder freigelassen. Die damals abgebrochenen diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und Teheran wurden bis heute nicht wieder aufgenommen.

Irans Generalstaatsanwalt Ibrahim Raisie sagte am Mittwoch, die Liste der amerikanischen Gräueltaten sei lang. Dazu zählten Sklaverei, die schlechte Behandlung der Indianer und Schwarzen in den USA und im Ausland der Verstoß gegen internationale Konventionen durch Abhörmaßnahmen.

Die Arroganz der USA und deren Infiltrierungen des Iran kritisierte auch das geistliche Oberhaupt Ali Khamenei. Dieser hatte zwar kürzlich grünes Licht für das Atomabkommen mit dem Westen gegeben. Allerdings warnte er, dies dürfte nicht zu einer Unterwerfung des Landes unter ausländische Interessen führen.