PKK beendet ihren Angriffsverzicht

05.11.2015 • 21:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
PKK-Kämpfer greifen seit gestern, Donnerstag, wieder zu den Waffen. Der einseitige Angriffsverzicht der Kurden ist damit beendet.  Foto: AFP
PKK-Kämpfer greifen seit gestern, Donnerstag, wieder zu den Waffen. Der einseitige Angriffsverzicht der Kurden ist damit beendet.  Foto: AFP

Einseitige Waffenruhe in Türkei beendet. Kämpfe ausgebrochen.

ankara. (VN) Die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK nimmt die Angriffe auf den türkischen Staat wieder auf. Wegen andauernder Militärschläge gegen die PKK ende der Angriffsverzicht, ließ die PKK-Führung am Donnerstag wissen. Damit schwindet die Hoffnung auf friedliche Beilegung des Kurdenkonflikts.

Am Mittwoch hatte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan deutlich gemacht, dass die türkische Führung sich vorerst nicht für ein Wiederaufleben des Friedensprozesses einsetze: Es sei nicht die Zeit zum Reden, sondern für Resultate. Der Chef der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP dagegen schlug am Donnerstag vor, eine Kommission im Parlament solle sich um eine Wiederaufnahme von Friedensgesprächen bemühen.

Die PKK hatte am 10. Oktober mitgeteilt, Angriffe bis zur Neuwahl am 1. November auszusetzen. Die Armee setzte ihre Angriffe gegen die PKK jedoch fort. Laut PKK sei ein weiterer Angriffsverzicht wegen der Haltung der AKP-Regierung nicht mehr möglich.

Offensive seit Montag

Die türkische Armee führt seit Montag eine große Operation gegen die PKK im Südosten der Türkei durch. Bei Luftangriffen wurden laut Armee seitdem 31 PKK-Kämpfer getötet. Der rund zwei Jahre anhaltende Waffenstillstand zwischen PKK und Regierung war Ende Juli gebrochen worden. Seitdem eskaliert der Konflikt wieder.