Enteignung und Vernichtung

Politik / 09.11.2015 • 22:36 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Kranzniederlegung durch Heinz Fischer. CARINA KARLOVITS/HBF
Kranzniederlegung durch Heinz Fischer. CARINA KARLOVITS/HBF

Novemberpogrome: Fischer gedachte mit Kranzniederlegung.

Wien. Vor 77 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, begann mit den Novemberpogromen im Deutschen Reich die systematische Verfolgung, Enteignung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung. Bundespräsident Heinz Fischer gedachte am Montag mit einer Kranzniederlegung der Opfer dieser schrecklichen, antisemitischen Gewalt. Bei den Exzessen der Nazis waren in der Nacht auf den 10. November 1938 mehr als 1300 Menschen getötet und 30.000 Juden in Konzentrationslager verschleppt worden. Etwa 7500 jüdische Geschäfte wurden demoliert, rund 1400 Synagogen und Gebetshäuser in Brand gesteckt. Der planmäßigen Zerstörung jüdischer Einrichtungen folgte bald die systematische Vernichtung jüdischen Lebens in Europa.