„Bildungssystem sollte verländert werden“

11.11.2015 • 21:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schwarzach. (VN-ebi) Die für 17. November angekündigte Präsentation der Bildungsreform sei ein „Startschuss“, sagt Bildungsministerin Gab­riele Heinisch-Hosek (53, SPÖ). Man könne es sich nicht leisten, „etwas Kleines zu präsentieren“. Zuerst gehe es um die Neuausrichtung der Organisation des Schulsystems, dann werde an der Weiterentwicklung pädagogischer Inhalte gearbeitet.

Besonders in Fragen der Verwaltung sind die Gräben tief. Während die einen den Bund in der Verantwortung sehen, wollen die anderen die Kompetenzen den Ländern übergeben. Letzteres befürwortet auch das Institut für Föderalismus. Die Einschätzung des Bildungsministeriums, wonach eine Verländerung teurer als eine Bundesverwaltung wäre, sei falsch. Schließlich würde das Ressort nichtmonetäre Auswirkungen, beispielsweise durch die Verkürzung der Entscheidungswege in den Ländern, in seinen Berechnungen nicht berücksichtigen. Weder würden  erhöhte IT-Kosten durch eine Verländerung entstehen, noch die Kosten für die Landesverwaltungsbediensteten steigen. Das hatte das Ministerium behauptet. Außerdem heißt es seitens des Instituts für Föderalismus, dass mit einer Verländerung und einem deutlichen Ausbau der Schulautonomie „im Bildungsministerium die Budget- und Personalsektion mehr oder weniger zur Gänze aufgelöst und in den verbleibenden Sektionen große Einsparungen realisiert werden“ könnten.