Myanmar steht nun vor einem Machtwechsel

Politik / 11.11.2015 • 22:59 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Rangun. Im jahrzehntelang vom Militär beherrschten Myanmar deutet sich ein friedlicher Machtwechsel an. Nach dem mutmaßlichen Wahlsieg von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi versprachen der bisherige Präsident Thein Sein und das Militär am Mittwoch erneut, die Ergebnisse zu akzeptieren. Suu Kyis Nationale Liga für Demokratie berichtete, vom Präsidenten sei bereits ein Glückwunsch eingetroffen. Viele Ergebnisse standen aber drei Tage nach der Wahl immer noch aus.

Bis Mittwochabend lagen Resultate für 217 der 664 Mandate im Unterhaus vor. 179 davon gingen an die NLD von Suu Kyi. Im Oberhaus entschied ihre Partei 77 der 83 bereits ausgezählten Rennen für sich. In jedem Fall bleiben die Militärs einflussreich, denn ein Viertel der Mandate und drei Ministerien bleiben ihnen vorbehalten.