„Finanzielle Mittel nur bei fairer Verteilung“

Politik / 18.11.2015 • 22:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze. Foto: AFP
Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze. Foto: AFP

Flüchtlingskrise: Österreich und Deutschland fordern Solidarität.

Brüssel. Österreich und Deutschland haben beim Treffen der EU-Regionalminister mehr Solidarität in der europäischen Flüchtlingspolitik gefordert. „Es kann nicht sein, dass die Last der Flüchtlingskrise fast nur auf Nettozahlerstaaten wie Deutschland, Schweden, Niederlande und Österreich verteilt wird. Solidarität ist keine Einbahnstraße“, sagte Staatssekretärin Sonja Steßl (SPÖ) am Mittwoch. „Die Verteilung finanzieller Mittel sollte sich in Zukunft auch an einer fairen Beteiligung an der Bewältigung großer gemeinsamer Herausforderungen orientieren“, forderte sie. 

Unterdessen wurde bekannt, dass es demnächst ein gemeinsames Treffen zwischen Griechenland, der Türkei und Deutschland geben soll. Die Türkei hat mehr als zwei Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Allein in den ersten zehn Monaten dieses Jahres sind mehr als 650.000 Migranten und Flüchtlinge auf dem Weg nach Westeuropa aus der Türkei nach Griechenland gekommen. Viele sterben bei der gefährlichen Überfahrt.