Komplette Krim vom Strom abgeschnitten

Politik / 22.11.2015 • 22:46 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Eine Insel ohne Strom: zerstörter Mast auf der Krim.  Foto:AP
Eine Insel ohne Strom: zerstörter Mast auf der Krim. Foto:AP

Sewastopol. Nach Anschlägen auf Starkstromleitungen in der Ukraine ist es auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim zu einem völligen „Blackout“ gekommen. Fast zwei Millionen Menschen waren zunächst ohne Licht und Heizung, wie die örtlichen Behörden am Sonntag mitteilten. Der Notstand wurde ausgerufen. Die Führung der Krim setzte einen Krisenstab ein.

Mit eigenen Kraftwerken sowie mit Gasturbinen und Dieselgeneratoren sei die Versorgung zumindest in größeren Städten teilweise wiederhergestellt worden, sagte Sprecher Michail Scheremet der Agentur Tass zufolge. Die Halbinsel könne jedoch bestenfalls die Hälfte ihres Strombedarfs selbst decken. Seit einer umstrittenen Volksabstimmung 2014 sieht sich die Krim als Teil Russlands, völkerrechtlich gehört sie jedoch weiter zur Ukraine, woher auch weiterhin rund 70 Prozent ihres Stromes kommen.