Machtwechsel besiegelt

Politik / 23.11.2015 • 22:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Konservativer Macri entscheidet Präsidentenstichwahl in Argentinien für sich.

Buenos Aires. Nach rund zwölf Jahren linker Regierungen übernimmt in Argentinien ein Konservativer die Macht. Mauricio Macri steht in dem zweitgrößten Land Lateinamerikas vor großen Herausforderungen. Der 56 Jahre alte Bürgermeister der Hauptstadt Buenos Aires setzte sich am Sonntag mit 51,4 Prozent der Stimmen gegen den Kandidaten der Links-Regierung, Daniel Scioli, durch. Der Unternehmersohn Macri löst die linkspopulistische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner ab, die im zweitgrößten Land Lateinamerikas seit 2007 an der Macht ist. Sie durfte nicht für ein weiteres Mandat antreten. Im Gegensatz zu den vorherigen linken Regierungen setzt sich Macri für mehr Marktwirtschaft und weniger Einfluss des Staates in Argentinien ein. So will er Geldgeber anlocken, um die Wirtschaftsprobleme des Landes zu überwinden.

Macri, Ingenieur, Unternehmer und einst Präsident des Maradona-Fußballvereins Boca Juniors, hat allerdings im Parlament keine eigene Mehrheit. Als einen seiner ersten Schritte kündigte er deshalb an, einen Regierbarkeitspakt mit allen Parteien auszuhandeln. Der Kampf gegen Armut und Drogenhandel sowie die Stärkung der demokratischen Institutionen würden die Grundlage für eine gemeinsame Agenda auch mit anderen Parteien bilden, erklärte er bei einer Pressekonferenz.