Pensionspapier in Arbeit

Politik / 23.11.2015 • 22:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schelling schließt Automatik nicht aus. SP-Klubchef Schieder will Vorschläge abwarten.

Wien. Finanzminister Hans Jörg Schelling (61, ÖVP) will in den kommenden Tagen ein parteiinternes Verhandlungspapier zum Thema Pensionen erstellen. Darin enthalten sein dürfte wohl auch die Forderung nach einer Automatik für Veränderungen im Pensionssystem: Es gebe Überlegungen in diese Richtung, fix sei das aber keinesfalls, sagte Schelling am Montag auf Ö1. Zudem erklärte er, dass es nicht „der Weisheit letzter Schluss ist, einen Automatismus zu entwickeln, der ausschließlich an der Lebenserwartungskurve hängt. Hier gibt es intelligentere Modelle zu diskutieren“. Es seien erste Vorschläge da, die man nun in den nächsten zehn Tagen mit Experten durcharbeiten werde, erklärte Schelling. Dann werde er daraus ein parteiinternes Papier erstellen, und sollte es in der ÖVP auf Zustimmung treffen, „wird das eine Unterlage sein, mit der wir in die Verhandlungen mit dem Koalitionspartner gehen“.

Abwartend äußerte sich SPÖ-Klubchef Andreas Schieder (46). Eine Automatik, die rein auf Antrittsalter und Lebenserwartung abzielt, lehnt er jedoch ab. Denn für die Stabilität des Pensionssystems seien auch andere Parameter, wie etwa die Beschäftigungsquoten, von Bedeutung.