Rechtsextreme gingen leer aus

Politik / 13.12.2015 • 22:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Le Pens Partei FN ging im zweiten Anlauf leer aus.  Foto: EPA
Le Pens Partei FN ging im zweiten Anlauf leer aus. Foto: EPA

Rückschlag für den Front National (FN) in Frankreich: in keiner Region vorne.

Paris. Eine Woche nach ihrem Triumph bei den Regionalwahlen haben die französischen Rechtsextremen im zweiten Durchgang eine bittere Niederlage einstecken müssen. Die Front National (FN) von Parteichefin Marine Le Pen konnte am Sonntag keine der Regionen für sich gewinnen.

In allen Regionen lagen am Sonntagabend Kandidaten der regierenden Sozialisten und der oppositionellen Republikaner voran, wie Medien am Abend unter Berufung auf Prognosen berichteten.

Die Regionalwahlen waren die letzte landesweite Entscheidung und ein Stimmungstest vor der Präsidentschaftswahl 2017. Trotz der Erfolge im ersten Wahlgang hatte der FN bereits in Umfragen hinten gelegen. Die Sozialisten von Staatschef François Hollande und die Republikaner unter Ex-Präsident Nicolas Sarkozy hatten nach dem ersten Wahlgang versucht, ihre Wähler stärker zu mobilisieren.

Umkämpft waren vor allem drei Regionen, in denen die Sozialisten ihre aussichtslosen Kandidaten zurückgezogen oder nicht mehr unterstützt hatten. In Nord-Pas-de-Calais-Picardie, wo FN-Chefin Le Pen vergangenen Sonntag mit 40,6 Prozent klar vorn lag, musste sie sich nach den Prognosen nun mit 42,3 Prozent geschlagen geben. Nach dem Rückzug des sozialistischen Kandidaten erreichte der Republikaner Xavier Bertrand 57,7 Prozent.

In der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur hatte die 26-jährige Marion Marechal-Le Pen, Nichte der Parteichefin, ebenfalls mit knapp 41 Prozent vorn gelegen. Nun unterlag sie mit 46,5 Prozent dem konservativen Kandidaten Christian Estrosi, der auf 53,5 Prozent kam.

In der Grenzregion zu Deutschland gewann der offiziell auch von den Sozialisten unterstützte Konservative Philippe Richert mit 47,9 Prozent gegen FN-Vize Florian Philippot, der bei 36,3 Prozent landete.