Al-Kaida aus Hochburg im Jemen vertrieben

Politik / 25.04.2016 • 22:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Saudi-Arabien spricht von 800 getöteten Kämpfern.

sanaa. Jemenitische Streitkräfte haben zusammen mit einer von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition das Terrornetzwerk Al-Kaida aus seiner Hochburg Al-Mukalla verdrängt. Mit der Regierung verbündete Elitetruppen hätten unter anderem den Regierungssitz, das Militärhauptquartier und den Hafen von Al-Mukalla eingenommen, berichteten lokale Quellen am Montag. Die Al-Kaida-Kämpfer hätten sich vollständig aus der Hauptstadt der ostjemenitischen Provinz Hadramaut zurückgezogen.

Bei der Offensive seien Dutzende Menschen getötet und verletzt worden, darunter sieben Zivilisten. Die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA meldete unter Berufung auf die Führung der Militärkoalition, 800 Al-Kaida-Kämpfer seien umgekommen. Jemenitische Aktivisten und Journalisten bezweifelten diese große Zahl und sprachen von Propaganda. Im bitterarmen Jemen kämpfen schiitische Houthi-Rebellen zusammen mit Verbündeten gegen die Anhänger von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi. Seit März 2015 bombardiert ein Bündnis aus arabischen Ländern unter Führung Saudi-Arabiens Stellungen der Rebellen. Dschihadisten von Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) sowie andere Extremisten machen sich das Machtvakuum in dem Bürgerkriegsland zunutze. AQAP kontrolliert vor allem große Teile der Provinz Hadramaut.