EU-Staaten stimmen Glyphosat-Vorschlag zu

Politik / 11.07.2016 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ausdehnung der Zulassung um maximal 18 Monate – mit Einschränkung.

brüssel. Die EU-Staaten haben dem Vorschlag der Kommission für die Verlängerung der Zulassung des Herbizids Glyphosat am Montag zugestimmt. Vor zwei Wochen hatte die Brüsseler Behörde eine Ausdehnung der Zulassung um maximal 18 Monate auf den Tisch gelegt. Ein Kommissionssprecher erklärte, die EU-Länder hätten sich für eine Einschränkung der Verwendung des Unkrautvernichtungsmittels ausgesprochen. So müsste Glyphosat in bestimmten Bereichen verpflichtend minimiert werden. Ursprünglich wollte die Kommission die Zulassung von Glyphosat um 15 Jahre verlängern. Nach Protesten aus einigen EU-Staaten und dem Europaparlament hatte sie die Zeit nach und nach verkürzt. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hält den Stoff für wahrscheinlich nicht krebserregend. Ähnlich sieht das ein Ableger der Weltgesundheitsorganisation WHO, das Joint FAO/WHO Meeting On Pesticide Residues (JMPR). Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der WHO stuft die Substanz hingegen als wahrscheinlich krebserregend ein. Allerdings bewertet sie die Beweislage dafür, dass Glyphosat Krebs auslösen könnte, und nicht das Risiko, tatsächlich an Krebs zu erkranken.