Schießanlage und mehr Duschen in Bludesch

Politik / 13.07.2016 • 22:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Geldsegen für die Infrastruktur des Heeres: Auch die Walgaukaserne wird generalsaniert. Foto: VN/Rauch
Geldsegen für die Infrastruktur des Heeres: Auch die Walgaukaserne wird generalsaniert. Foto: VN/Rauch

Doskozils erste Pläne: Die Walgaukaserne wird um 3,5 Millionen Euro saniert.

Wien. Im Bundesheer wird generalsaniert und ausgebaut. Bis 2020 will Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) über eine halbe Milliarde Euro allein in die Infrastruktur des Militärs stecken. Den Kasernenverkauf hat er gestoppt. Der Minister möchte nun zeitgemäße Arbeitsbedingungen für das Kaderpersonal und ordentliche Unterkünfte für Grundwehrdiener schaffen.

Vier Millionen Euro seines Budgets hat der Minister auch für die Vorarlberger Standorte vorgesehen. Der Großteil, nämlich 3,5 Millionen Euro, wird in die Generalsanierung der Walgaukaserne in Bludesch fließen. Geplant ist es, die Haustechnik zu erneuern und noch eine Indoor-Schießanlage zu errichten, heißt es im Verteidigungsressort. Außerdem werden zusätzliche Mannschaftsduschen im Unterkunftsgebäude installiert. Bisher könne lediglich im Keller der Kaserne geduscht werden, erklärt der Vorarlberger Militärkommandant Ernst Konzett auf VN-Anfrage. Vorgesehen ist außerdem, die Fassade zu renovieren und einige der Zehnbettzimmer in Zweibettzimmer umzubauen. Diese sollen dann von jenen Grundwehrdienern bezogen werden, die nach der Grundausbildung in der Walgaukaserne fix stationiert bleiben und am Abend nicht nach Hause fahren können, meint Konzett.

Weitere 500.000 Euro fließen in das Kommandogebäude in Bregenz. Unterkünfte der Stabskompanie werden renoviert und andere Sanierungsarbeiten geleistet. Es werde auch ein elektronisches Schließsystem eingerichtet, sagt der Militärkommandant. Grundsätzlich aber sei in Vorarlberg alles in relativ gutem Zustand. In anderen Bundesländern gebe es bestimmt mehr Nachholbedarf, sagt er.

Nicht mehr gestutzt

Seit 2004 habe das Heer jedes Jahr ein Bauprogramm erstellt, welches am Ende immer auf gut die Hälfte gestutzt worden sei, erläutert Generalstabschef Othmar Commenda. So entstehe eben bei der einen oder andern Kasernenfassade der Eindruck, dass es sich um die Kulisse eines Zweiter-Weltkrieg-Films handle. Die Investitionen sollen dies nun ändern.

Auch das Ministerium selbst baut aus. Im Innenhof des Amtsgebäudes Rossau entsteht ein weiteres Gebäude; so wird das Ressort an einer Adresse gebündelt. Im Gegenzug werden Amtsgebäude an zwei anderen Wiener Standorten verkauft.