Haushaltsdefizit nur noch bei 0,5 Prozent

Politik / 22.07.2016 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

brüssel. Die Budgetdefizite in der EU sind im ersten Quartal des heurigen Jahres gegenüber dem vierten Quartal 2015 von 2,3 auf 1,8 Prozent gesunken. Die Eurozone verzeichnete einen Rückgang von 2,3 auf 1,6 Prozent. Österreich konnte laut Eurostat sein Haushaltsdefizit von 0,9 auf 0,5 Prozent verringern. Es lagen Daten von 18 EU-Staaten vor. Demnach gab es in sieben Ländern einen Budgetüberschuss. Den stärksten in Prozent des BIP konnte Bulgarien (+3,7 Prozent) einfahren. Von den elf Ländern mit einem Defizit wies Österreich den geringsten Haushaltsabgang auf. Das höchste Defizit fuhr Großbritannien mit -4,0 Prozent ein (die Insel hat sich aber von -4,7 Prozent verbessert).

Der öffentliche Schuldenstand in der EU ist wiederum von 90,7 auf 91,7 Prozent des BIP gestiegen. In der Eurozone ging er von 85,3 auf 84,8 Prozent zurück. Hier lagen Daten für alle 28 Mitgliedstaaten vor. Über der 100-Prozent-Grenze lagen sechs Länder, allen voran Griechenland (176,3 Prozent), das mit einer Verbesserung gegenüber dem vierten Quartal 2015 (176,9 Prozent) aufwarten konnte. Über der Maastricht-Grenze von maximal 60 Prozent Verschuldung lagen weitere elf EU-Staaten, darunter Österreich (86,2 auf 86,9 Prozent). Elf EU-Länder wiesen eine Staatsschuldenquote von weniger als 60 Prozent auf. Am geringsten ist die Rate in Estland (Verbesserung von 9,7 auf 9,6 Prozent).