ORF-Konzepte deuten auf Umstrukturierungen hin

Politik / 31.07.2016 • 22:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wrabetz und Grasl planen Änderungen im Informationsbereich.

Wien. Mit der Wahl des ORF-Generaldirektors am 9. August wird die Organisation hinter den Informationssendungen und das Angebot selbst in den kommenden Jahren umstrukturiert. Das zeigen die Bewerbungskonzepte des amtierenden ORF-Chefs Alexander Wrabetz und des ORF-Finanzdirektors Richard Grasl.

Im Mittelpunkt von Wrabetz’ Info-Strategie steht die sogenannte Channel-Struktur mit eigenen Channel-Managern und Chefredakteuren für ORFeins, ORF 2, ORF III, Ö1, Ö3, FM4 und ORF On. Sie berichten dem Generaldirektor. Bei Grasl sollen die einzelnen Kanäle eigene Chefredakteure bekommen. Sie unterstehen den einzelnen Fachbereichsdirektoren: „Die Trennung von TV-, Radio- und Onlineinformation sorgt für breiten Binnenpluralismus.“

Beide Kandidaten bieten auch gezielte Wahlanreize an die Stiftungsräte der Opposition. So kündigt Wrabetz an, dass die „vor politischen Wahlen erfolgreich durchgeführten direkten Kandidaten-Konfrontationen zwischen Regierungs- und Oppositionsparteien fortgesetzt“ werden. Grasl wiederum begründet die Verlängerung der „ZiB 1“ um fünf Minuten auch mit dem Umstand, dass die Redaktion mehr Möglichkeit habe, „Ideen und Konzepte der Oppositionsparteien stärker einzubinden“. 

Die Nachrichtenredaktionen des ORF sind für Grasl „die besten des Landes“. Nicht immer sei die Berichterstattung aber  in der „von mir gewünschten Qualität geglückt“. Wrabetz verweist auf die hervorragenden Nutzungs- und Imagewerte.