Attentäter attackieren Hochzeitsfeier im Irak

29.08.2016 • 20:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

15 Todesopfer und
Dutzende Verletzte
bei Anschlag.

bagdad. Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft südlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 15 Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden. Alle fünf an dem Anschlag in dem Dorf Ein Tamr westlich der vor allem von Schiiten bewohnten Stadt Kerbela beteiligten Attentäter seien ebenfalls ums Leben gekommen, sagte der irakische Generalleutnant Kais al-Mohammedawi am Montag. Sie hätten der Terrormiliz Islamischer Staat angehört. Der IS bekannte sich über sein Sprachrohr Aamak zu dem Attentat. Der IS verübt regelmäßig Anschläge im Irak und nimmt dabei vor allem Schiiten ins Visier. Die Terrormiliz kontrolliert im Land noch immer große Gebiete, hat in den vergangenen Monaten jedoch mehrere empfindliche Niederlagen einstecken müssen. So verloren die Extremisten ihre beiden wichtigen Hochburgen im Westen des Landes, Ramadi und Falludscha.

Iraks Regierungskräfte und Einheiten kurdischer Peschmerga-Kämpfer sind zudem im Norden des Landes auf etwa 60 Kilometer an die IS-Hochburg Mossul herangerückt. Diese gilt als heimliche Hauptstadt der Extremisten im Irak. Regierungschef Haidar al-Abadi kündigte an, die IS-Gebiete im Land bis Jahresende einnehmen zu wollen.