Nach 70 Jahren Krieg startet Friedensprozess

31.08.2016 • 20:54 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Myanmars Regierung und Anführer der ethnischen Minderheiten verhandeln bei der Konferenz in Naypyidaw den lang ersehnten Frieden.  reuters
Myanmars Regierung und Anführer der ethnischen Minderheiten verhandeln bei der Konferenz in Naypyidaw den lang ersehnten Frieden. reuters

Naypyidaw. Fast 70 Jahre lang kämpften ethnische Minderheiten in Myanmar um Autonomie. Nun hat eine historische Friedensinitiative zur Aussöhnung begonnen. Außenministerin Aung San Suu Kyi und UN-Generalsekretär Bank-Ki-moon eröffneten das Treffen mit mehr als 1700 Delegierten am Mittwoch in der Hauptstadt Naypyidaw. Anwesend waren neben Vertretern des mächtigen Militärs auch Dutzende Kämpfer von 17 der 21 bewaffneten Separatistenbewegungen, die sich in den Grenzgebieten bis heute Gefechte liefern. Hunderttausende Menschen sind vertrieben worden. „Dieser Prozess hätte schon vor Jahrzehnten stattfinden sollen“, sagte Suu Kyi, deren Vater den Minderheiten in dem Vielvölkerstaat 1947 demokratische Rechte versprochen hatte. Kurz darauf wurde er ermordet.