Bombenattentat während der Messe

Politik / 11.12.2016 • 21:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bisher bekannte sich noch keine Gruppe zu der Tat in der koptischen Kirche Sankt Peter und Paul.  Foto: AFP
Bisher bekannte sich noch keine Gruppe zu der Tat in der koptischen Kirche Sankt Peter und Paul.  Foto: AFP

Anschlag auf koptische Kirche in Kairo mit mindestens 25 Toten. 

Wien. Ein schwerer Anschlag erschütterte am Sonntag die ägyptische Hauptstadt Kairo. In der koptischen Kirche Sankt Peter und Paul sind mindestens 25 Menschen getötet, weitere 49 Menschen verletzt worden, teilte Gesundheitsminister Ahmed Emad al-Din mit. Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu der Tat.

Die meisten der Getöteten waren Frauen. Aus Sicherheitskreisen erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, dass unter den Toten auch mindestens sechs Kinder sind. Ein etwa zwölf Kilogramm schwerer Sprengsatz sei während der Messe in einem Seitentrakt der Kirche explodiert, der Frauen vorbehalten sei. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi sprach von einem abscheulichen Terrorakt, der sich gegen Christen wie Muslime gerichtet habe. Zugleich kündigte er eine dreitägige Staatstrauer an.

Rund zehn Prozent der mehr als 90 Millionen Ägypter sind christliche Kopten. Das Zusammenleben mit der muslimischen Mehrheit im Land ist größtenteils friedlich, es gibt aber vereinzelt Spannungen. Auch ist Ägypten immer wieder Ziel von Attentaten. Vielfach sind diese gegen Sicherheitskräfte gerichtet. Erst am Freitag waren sechs Polizisten in Kairo getötet worden. Die Regierung macht dafür in der Regel die islamistischen Muslimbrüder verantwortlich. Diese sind seit dem Sturz des Präsidenten Mohammed Mursi 2013 verboten.