Auf Treffen mit Trump verzichtet

Politik / 26.01.2017 • 22:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mexikanischer Staatschef Peña Nieto hat genug.

mexiko-stadt. Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto hat ein für kommenden Dienstag geplantes Treffen mit US-Präsident Donald Trump abgesagt. Das teilte das Präsidialamt am Donnerstag mit. Zuvor hatte Trump seinem Kollegen bereits nahegelegt, auf den Besuch zu verzichten, wenn Mexiko nicht für die Kosten der geplanten Grenzmauer aufkommen wolle. „Wenn Mexiko nicht für die dringend benötigte Mauer zahlen will, dann wäre es besser, das Treffen abzusagen“, schrieb Trump auf Twitter. Am Mittwoch hatte er mit einem Dekret den Weg für das Projekt freigemacht. Schon der Zeitpunkt der Anordnung wurde in Mexiko als Affront verstanden, weil zur gleichen Zeit Außenminister Luis Videgaray und Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo in Washington mit einer hochrangigen US-Delegation über die Beziehungen der beiden Länder berieten.

Trump erwägt unterdessen die Wiedereinführung von Foltermethoden wie Waterboarding bei Verhören. Im Kampf gegen Islamisten müsse „Feuer mit Feuer bekämpft“ werden, sagte Trump zu ABC News. Er werde aber auf die Meinungen von Verteidigungsminister James Mattis und CIA-Chef Mike Pompeo setzen.