Tote und Verletzte nach Anschlag auf Moschee

30.01.2017 • 21:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Kanadas Premier bezeichnet Angriff als Terrorakt. Papst verurteilt „unsinnige Tat“.

Québec. (VN) Eine Schießerei während der Sonntagabendgebete in einer Moschee in der kanadischen Stadt Québec hat sechs Menschenleben gefordert. 19 weitere Personen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Die Todesopfer sind alle männlich und zwischen 35 und 60 Jahre alt. Zum Zeitpunkt seien mehr als 60 Personen in dem Gotteshaus gewesen.

Laut Polizei wurde eine verdächtige Person am Tatort, eine weitere in einem nahegelegenen Ort festgenommen. Die Polizei stuft einen der zwei Festgenommenen als Zeugen ein und ging davon aus, dass nur einer der beiden Männer die Tat verübt habe.

Der Präsident des islamischen Kulturzentrums von Québec, Mohamed Yangui, sagte, die Schießerei in der Provinzhauptstadt habe sich im Männerabschnitt der Moschee ereignet. Er selbst habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht in der Moschee befunden, sondern Details von Menschen vor Ort bekommen.

„Keine Person sollte mit ihrem Leben für ihre Rasse, ihre Farbe, ihre sexuelle Orientierung oder ihren religiösen Glauben bezahlen müssen“, reagierte der Bürgermeister von Québec, Régis Labeaume erschüttert. „Die muslimische Gemeinde war das Ziel dieses mörderischen Angriffs“, sagte der Regierungschef der Provinz Québec, Philippe Couillard. Kanadas Premierminister Justin Trudeau sprach von einem „Terroranschlag auf Muslime“ und verurteilte die Tat vom Sonntagabend. „Vielfalt ist unsere Stärke und religiöse Toleranz ist ein Wert, den wir, als Kanadier, wertschätzen“, erklärte Trudeau in einer Stellungnahme.

Papst Franziskus veruteilt das Attentat auf Gläubige: „Mit dieser unsinnigen Tat wurden die Heiligkeit des menschlichen Lebens und der gebührende Respekt gegenüber einer Gemeinschaft im Gebet (…) verletzt.“