Putin und Merkel einig über Waffenstillstand

Politik / 07.02.2017 • 23:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Haus in der ostukrainischen Stadt Avdiivka, in dem der Bub gewohnt hat, wurde von Granaten beschossen und zerstört.  Foto: Ap
Das Haus in der ostukrainischen Stadt Avdiivka, in dem der Bub gewohnt hat, wurde von Granaten beschossen und zerstört. Foto: Ap

Feuerpause in der Ost­ukraine soll eingehalten werden. Ärger in Kiew über deutschen Botschafter.

kiew. (VN) Nach einem Telefonat zur aktuellen Lage in der Ostukraine pochen Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin gemeinsam auf die Einhaltung der Waffenruhe im Kriegsgebiet. Beide seien sich einig gewesen, dass neue Anstrengungen unternommen werden müssten, um die schweren Kämpfe der vergangenen Tage zu stoppen. Das teilten die Regierungen in Berlin und Moskau am Dienstag mit. Beide Staatschefs hätten ernste Sorgen über die hohe Zahl an Toten und Verletzten geäußert. Seit etwa zehn Tagen gab es an der Frontlinie zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischen Truppen schwere Gefechte.

Für Verärgerung in Kiew hat der deutsche Botschafter in der Ukraine, Ernst Reichel, gesorgt. Dieser hatte in einem Interview mit RBK-Ukrajina erklärt, dass für Wahlen in den ostukrainischen Separatistengebieten nicht unbedingt ein völliger Abzug russischer Soldaten nötig sei. Es müsse nur die Sicherheit jedes ukrainischen Politikers garantiert sein. „Wir erwarten eine harte Reaktion des Außenministeriums auf diese Erklärung“, schrieb Parlamentsvize Irina Gerasch­tschenko am Dienstag auf Facebook. Berlin solle über einen Botschafteraustausch nachdenken.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.