Scheuch sieht Schuld beim „kreativen Freigeist“ Petzner

Politik / 10.02.2017 • 22:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Prozess um BZÖ-Broschüre: Ex-Politiker beteuert Unschuld.

Wien. Der Ex-Politiker Uwe Scheuch (FPÖ, später BZÖ und FPK) will nichts von der „BZÖ-Wahlbroschüre“ gewusst haben, die auf Landeskosten und samt Image-DVD per Postwurf an die Kärntner Haushalte verschickt worden war. Das sagte das frühere Mitglied der Kärntner Landesregierung im Prozess um die heikle Causa aus. Dabei verwies Scheuch darauf, die Broschüre und DVD zum ersten Mal am Frühstückstisch gesehen zu haben – also zu jenem Zeitpunkt, als sie auch schon an die Haushalte ausgesandt worden war. Er erzählte, der „kreative Freigeist“ Stefan Petzner habe ihm als Parteiobmann die einzelnen Werbemaßnahmen im Wahlkampf meistens erst im Nachhinein präsentiert. Und bei der Broschüre sei er davon ausgegangen, dass es sich gar nicht um Werbung für die Partei, sondern für den Standort Kärnten handle. Deshalb habe er aus seinem Referat auch einen Kostenbeitrag von 5000 Euro für die Umgestaltung nach dem Tod von Landeshauptmann Jörg Haider zugesagt. In Erklärungsnot geriet Scheuch, als Beweise dafür vorgelegt wurden, dass er die 5000 Euro erst freigab, nachdem er die Broschüre gesehen hatte. Wie er die Zahlung aus dem Bereich „Facharbeiterausbildung“ rechtfertigen könne? Scheuch verwies auf ein enthaltenes Foto von sich selbst mit zwei Lehrlingen.