Sozialpartner bringen sich in Stellung

Politik / 13.02.2017 • 22:18 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Gewerkschaft will Zuschlag für Flexibilisierung, Wirtschaftskammer neue Wege finden.

Wien. Die Regierung verlangt von den Sozialpartnern bis Juni eine Vereinbarung. Nun bringen sich diese in Stellung. Die Koalition hat vorgegeben, dass es einen Mindestlohn von 1500 Euro für Vollzeitjobs geben muss, auch wenn die Gewerkschaft unverändert an 1700 Euro festhält. Die Wirtschaft verlangt im Gegenzug flexiblere Arbeitszeiten. Würden Zeitausgleichstunden nicht mehr bezahlt, könnten Arbeitnehmer zwischen 1,3 und 1,5 Milliarden Euro verlieren, rechnet AK-Präsident Rudolf Kaske vor. Die Zahl ergibt sich laut AK, wenn man die 200 Millionen bezahlten Überstunden mit einem durchschnittlichen Überstundenzuschlag multipliziert. Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl will sich noch nicht festlegen, wie Überstundenzuschläge bei einer Arbeitszeitflexibilisierung ausgezahlt werden könnten. Je ein Drittel der Arbeitnehmer wollten Zeitausgleich für das Privatleben, einen Polster für Notfälle oder mehr Geld. Auf alle müsse man eingehen.

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