Festnahmen nach Tod von Kim Jong-nam

Politik / 16.02.2017 • 22:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kim Jong-nam wurde wahrscheinlich vergiftet. Foto: ap
Kim Jong-nam wurde wahrscheinlich vergiftet. Foto: ap

Der Geheimdienstkrimi um den Halbbruder
von Nordkoreas Machthaber geht weiter.

Kuala Lumpur, Pjöngjang. Nach dem vermutlichen Mord an Kim Yong-nam, dem Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un, hat die Polizei in Malaysia zwei weitere Menschen festgenommen. Eine 25-jährige Frau mit indonesischem Pass sowie ihr Freund seien aufgegriffen worden, teilte die Polizei in Kuala Lumpur am Donnerstag mit. Damit befinden sich mittlerweile zwei Frauen und ein Mann in Gewahrsam. Aus welchem Land der festgenommene Mann stammt, war zunächst unklar.

Kim Jong-nam war am Montag am Flughafen von Kuala Lumpur zusammengebrochen und auf dem Weg in ein Krankenhaus gestorben. Es soll einem Giftanschlag zum Opfer gefallen sein. Der südkoreanische Geheimdienst macht nach Angaben von Abgeordneten zwei nordkoreanische Agentinnen für den Mord verantwortlich.

Der Polizei zufolge wollte Kim am Montag nach Macau fliegen, als ihn jemand von hinten angegriffen oder sein Gesicht festgehalten habe. Daraufhin habe er sich unwohl gefühlt und an einem Informationsschalter um Hilfe gebeten. Medienberichten zufolge war eine Giftnadel im Einsatz. „Wir gehen stark davon aus, dass es sich um einen Giftanschlag gehandelt hat“, sagte der südkoreanische Abgeordnete Kim Byung-kee unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse.

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