„Keine Alternative zur Kooperation“

Politik / 22.02.2017 • 22:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Kurz sprach als OSZE-Vorsitzender vor dem höchsten UN-Gremium.

new york. (VN) Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hat als derzeitiger Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vor dem UN-Sicherheitsrat mehr internationale Kooperation gefordert. „Auch wenn es manchmal hart ist, gibt es keine Alternative zu multilateraler Zusammenarbeit“, sagte er am Mittwoch.

Als einen der Hauptschwerpunkte des österreichischen OSZE-Vorsitzes beschrieb der Außenminister die Vermittlung beim Konflikt in der Ostukraine. „Der Zugang für humanitäre Organisationen ist unerlässlich“, erklärte Kurz. Neben der Einhaltung des Minsker Abkommens sei die geplante Erhöhung der Zahl der OSZE-Beobachter vor Ort und der Abzug schwerer Waffen eine wichtige Voraussetzung.

Der Minister sprach zudem über das Thema Radikalisierung. Mehr als 10.000 Menschen aus dem OSZE-Raum hätten sich bereits der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen, um in Syrien, dem Irak oder Libyen zu kämpfen, warnte er. Besonders die Jugend sei gefährdet. Um die Kooperation zwischen OSZE und Vereinten Nationen weiter zu stärken, sei ihm ein „UN Liaison Office“ in Wien nur willkommen, sagte Kurz. Zuvor hatte er bereits im Gespräch mit Generalsekretär Antonio Guterres die Bedeutung Wiens als UN-Standort betont.

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