Spur führt in Botschaft

Politik / 22.02.2017 • 22:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Spezialkräfte der Polizei bewachen das Gelände der Klinik, wo sich Kim Jong-nams Leichnam befindet. Foto: reuters
Spezialkräfte der Polizei bewachen das Gelände der Klinik, wo sich Kim Jong-nams Leichnam befindet. Foto: reuters

Nordkoreanischer Diplomat nach Tod von Kim-Halbbruder verdächtigt.

kuala lumpur. Nach der mutmaßlichen Ermordung des Halbbruders von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Malaysia gilt nun ein Diplomat der nordkoreanischen Botschaft als möglicher Tatbeteiligter. Bei dem Mann handle es sich um einen hochrangigen Mitarbeiter, sagte Malaysias Polizeichef Khalid Abu Baker am Mittwoch. Ein weiterer Verdächtiger sei ein Beschäftigter einer nordkoreanischen Fluggesellschaft. Beide sollen sich in Malaysia aufhalten.

Der erste Sohn des 2011 gestorbenen Diktators Kim Jong Il, Kim Jong Nam, wurde am Flughafen von Kuala Lumpur mutmaßlich Opfer eines Giftanschlags. Südkorea vermutet Pjöngjang hinter der Tat. Khalid sagte, die beiden mutmaßlichen Angreiferinnen Kims hätten in Einkaufszentren für ihre Tat trainiert. Eine der Frauen komme aus Vietnam, die andere aus Indonesien. Sie befinden sich in Gewahrsam, genauso wie ein Mann aus Nordkorea. Ein Verdächtiger sei am Mittwoch wieder freigelassen worden, sagte Khalid. Die nordkoreanische Botschaft forderte die sofortige Freilassung der Frauen und des Nordkoreaners.

Die Ermittler suchen laut CNN und BBC nach bis zu fünf weiteren Verdächtigen mit nordkoreanischen Pässen. Sie sollen aus Malaysia nach Pjöngjang abgereist sein. Dem Polizeichef zufolge wurden auf dem Gelände der Klinik, in der sich die Leiche befindet, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Jemand habe versucht, einzubrechen.

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