Arbeitsmarktpläne irritieren Bayern

Politik / 07.03.2017 • 22:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

München befürchtet Nachteile durch Beschäftigungsbonus.

münchen. Im bayerisch-österreichischen Verhältnis bahnt sich nach dem Streit um die Pkw-Maut ein neues Konfliktthema an. Auslöser ist der hierzulande geplante Beschäftigungsbonus. Damit will die Regierung die Wirtschaft ankurbeln und vor allem einheimische Arbeitskräfte fördern. Diese Pläne sorgen für Verunsicherung bei den bayerischen Arbeitnehmern in Österreich, sagte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) zur Deutschen Presse-Agentur. Sie habe bereits Kontakt zu ihrem österreichen Amtskollegen Reinhold Mitterlehner (ÖVP) aufgenommen. Was Aigner und andere deutsche Politiker stört, sind die Bedingungen des geplanten Bonus: Profitieren sollen nämlich nur diejenigen Unternehmen, die Personen einstellen, die zuvor in Österreich arbeitslos waren, den Arbeitsplatz wechseln oder dort eine Ausbildung gemacht haben. Im Ergebnis würde es keine Förderung geben für Menschen, die neu einwandern oder einpendeln.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in München arbeiten in Bayern mehr als 32.000 österreichische Beschäftigte. Umgekehrt sind es nach Schätzungen des Ministeriums in Wien 50.000 bis 60.000 Bayern, die in Österreich ihr Geld verdienen.