Polnische Staatsanwälte laden Tusk vor

Politik / 13.03.2017 • 21:45 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Tusk soll als Zeuge in Warschau befragt werden.  Foto: AFP
Tusk soll als Zeuge in Warschau befragt werden. Foto: AFP

warschau. EU-Ratspräsident Donald Tusk soll als Zeuge von Polens Staatsanwaltschaft befragt werden. Es gehe um den Verdacht
der Befugnisüberschreitung zweier ehemaliger Chefs von Polens militärischem Geheimdienst SKB, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Laut Medienberichten sollen sie kurz nach der Smolensker Flugzeugkatastrophe 2010 während der Regierung Tusks ohne deren Genehmigung die Zusammenarbeit mit dem russischen Geheimdienst FSB aufgenommen haben.

Beim Absturz des Regierungsfliegers in Russland starb Polens damaliger Präsident Lech Kaczynski, Bruder des Chefs der regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit PiS, Jaroslaw Kaczynski. Seine Anhänger vermuten hinter dem Unglück einen Anschlag, obwohl ein Untersuchungsbericht anderes ergab. Laut Staatsanwaltschaft sollte Tusk bereits am Mittwoch (15. März) befragt werden. Der Termin soll aber wegen seines vollen Kalenders verschoben werden.