Unsicher, aber nicht sehr besorgt

21.03.2017 • 21:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Brexit beschert Auslandsösterreichern „unsichere Zeiten“.

london. (VN) Keine große Sorge, aber doch eine gewisse Unsicherheit beherrscht die Aussicht auf den Brexit von Auslandsösterreichern in Großbritannien. „Man geht schon davon aus, dass die EU-Bürger das Recht bekommen, hier zu bleiben“, sagt Bernhard Niesner, österreichischer Unternehmer in London. „Alles andere wäre Irrsinn, aber es muss endlich garantiert werden.“ Er spüre bereits Auswirkungen, obwohl der EU-Austritt Großbritanniens erst am 29. März offiziell beantragt wird. Schon jetzt sei es „schwieriger geworden, europäische Mitarbeiter zu finden, weil keiner garantieren kann, wie es weitergeht“. 

„Das Schlimmste für die EU wäre, sich hier auseinanderdividieren zu lassen“, betont Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP), der am Montag und Dienstag auf Besuch in London war. Er zeigt sich zuversichtlich, dass eine Einigkeit unter den EU-27 gelingen werde, gibt aber zu: „Nicht nur wir wissen nicht, wie die ganze Sache ausgeht.“ Den Briten gehe es ebenso.

Insiderns zufolge gehen die Briten gut vorbereitet in die Verhandlungen. Der Austritts­antrag werde konkret und umfangreich. Großbritannien will mit der EU über den Abschied und das zukünftige Verhältnis verhandeln.