UN befürchtet bis zu 250 Tote im Mittelmeer

Politik / 23.03.2017 • 22:53 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Rom. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR befürchtet, dass bei einem Bootsunglück im Mittelmeer bis zu 250 Menschen ums Leben gekommen sein könnten. „Eine Tragödie, ein kollektives Scheitern“, twitterte die UNHCR-Sprecherin Carlotta Sami am Donnerstagabend. Zuvor hatten private Rettungsorganisationen von zwei Schlauchbooten gesprochen, die vor der Küste Libyens gekentert seien.

Fünf Tote seien geborgen worden, sagte eine Sprecherin der Retter von Pro Activa Open Arms. Der restlichen Menschen seien „verschwunden“. Auf jedem Boot könnten mehr als 120 Menschen gewesen seien.

In diesem Jahr sind offiziell bereits mehr als 520 Migranten im Mittelmeer ums Leben gekommen, die allermeisten davon auf der zentralen Route von Libyen in Richtung Italien. Die Zahl der Toten könnte jedoch weit höher liegen, weil oft nicht klar ist, wie viele Menschen überhaupt auf den Booten waren.