Kurz kritisiert Retter von Flüchtlingen

24.03.2017 • 21:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sebastian Kurz besichtigt ein Frontex-Schiff in Malta. Apa
Sebastian Kurz besichtigt ein Frontex-Schiff in Malta. Apa

Valletta. Nach einem vermutlich neuen Unglück im Mittelmeer mit rund 250 Toten hat Österreichs Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) die Rettungsaktionen von Hilfsorganisationen scharf kritisiert. „Der NGO-Wahnsinn muss beendet werden“, sagte er am Freitag in Malta bei einem Besuch der Frontex-Mission. Die Arbeit der Freiwilligen führe dazu, dass mehr Flüchtlinge im Mittelmeer ums Leben kämen statt weniger. Kurz plädierte abermals dafür, dass die geretteten Flüchtlinge nicht mehr nach Italien gebracht werden sollten, sondern nach australischem Vorbild gestoppt und in Flüchtlingszentren außerhalb der EU untergebracht werden. Wenn den Migranten klar sei, dass sie auf Inseln wie Lampedusa (Italien) oder Lesbos (Griechenland) gestoppt werden, mache sich innerhalb kürzester Zeit niemand mehr auf den Weg.

Nach dem Fund von fünf Leichen vor der libyschen Küste wird befürchtet, dass drei Boote mit jeweils etwa 120 Menschen an Bord gekentert sind.