Um 62 Prozent mehr islamfeindliche Fälle

27.03.2017 • 20:16 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
98 Prozent der dokumentierten islam- oder muslimfeindlichen Fälle haben 2016 Frauen betroffen.  Foto: DPA
98 Prozent der dokumentierten islam- oder muslimfeindlichen Fälle haben 2016 Frauen betroffen.  Foto: DPA

Wien. Die Zahl der Anfeindungen gegen Muslime hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Die Dokumentations- und Beratungsstelle Islamfeindlichkeit und Antimuslimischer Rassismus verzeichnete 2016 um 62 Prozent mehr Fälle als noch 2015. Insgesamt wurden 253 Fälle dokumentiert. Im Vorjahr waren es 156. Wieder waren fast nur Frauen betroffen. 

Die Dokumentationsstelle startete 2014 ihre Arbeit, sie ist ein Projekt der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen (ein Fachverein der Islamischen Glaubensgemeinschaft). 

Verbale Angriffe

Mehr als die Hälfte der Vorfälle betreffen verbale Angriffe oder „Hassreden“. Ebenso wird von Beschmierungen, Hassverbrechen und Diskriminierungen berichtet. Sie machen über 15 Prozent der gemeldeten Fälle aus.