Junge Grüne setzen Arbeit mit der Landespartei fort

04.04.2017 • 20:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Beschluss der Jungen Grünen und der Landespartei vom 3. April 2017.
Beschluss der Jungen Grünen und der Landespartei vom 3. April 2017.

Vorarlberger Grüne wollen zur Entspannung beitragen.

Wien. (VN-ebi) Es bleibt alles beim Alten. Mit diesem Übereinkommen endete am Montagabend eine Sitzung der grünen Landespartei mit ihrer Jugendorganisation. „Der Landesvorstand der Vorarlberger Grünen bedauert den eskalierten Konflikt zwischen Jungen Grünen und der Partei auf Bundesebene“, heißt es in einem Beschluss, der von Parteichef Johannes Rauch und dem politischen Geschäftsführer der Jungen Grünen, Matthias Illenberger, unterzeichnet wurde. Die „ausgezeichnete Zusammenarbeit“ werde fortgesetzt. Nun sei es wichtig, Ruhe in die Sache zu bringen, meint Illenberger auf VN-Anfrage.

Grund für das Zerwürfnis ist der Ausschluss der Bundesjugend. Die Spitze der Bundespartei hat sich für die Trennung entschieden, da die Jungen Grünen bei den ÖH-Wahlen eine Abspaltung der von den Grünen anerkannten Studentenorganisation GRAS unterstützen wollten. Illenberger glaubt, dass dies die Zusammenarbeit mit der Landespartei aber nicht weiter belasten werde. Sicher könne er das jedoch nicht sagen. „Wir wollen jetzt gemeinsam diskutieren, wie es weitergeht.“ Dies soll bei einem bundesweiten Treffen der Jungen Grünen am 30. April geschehen. Von der Bundesparteispitze ließe sich die Parteijugend bestimmt keinen Keil hineintreiben, sagt Illenberger. Zudem hält er fest, die Landesjugend habe kein Interesse an einer neuen bundesweiten Plattform: „Wir sind Teil der Bundesorganisation der Jungen Grünen und stehen hinter allen Beschlüssen.“

Gutes Vertrauensverhältnis

Die Landespartei will mit dem Beschluss von Montagabend nun „einen Beitrag zur Entspannung der Situation leisten, weil die entstandene Eskalation nur zu einem führt: Schaden für alle Beteiligten“, erklärte Rauch in einer Aussendung. Darüber hinaus werde er derzeit keine Stellung nehmen. Auch Landesgeschäftsführerin Juliane Alton gab sich auf VN-Anfrage zurückhaltend. Es sei alles gesagt. In Vorarlberg bestehe ein gutes Vertrauensverhältnis zu den Jungen Grünen.