Ermittler überprüfen mögliche IS-Kontakte

05.04.2017 • 20:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wohnung des St. Petersburger Attentäters durchsucht.

st. petersburg. Nach dem Anschlag in St. Petersburg gehen russische Ermittler möglichen Verbindungen des Attentäters zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach. Das habe der Leiter des Staatlichen Ermittlungskomitees, Alexander Bastrykin, angeordnet, teilte die Behörde in der Nacht auf Mittwoch mit. Am Vortag hatten die Sicherheitsbehörden den 22-jährigen Akbarschon Dschalilow aus Kirgistan als mutmaßlichen Attentäter identifiziert. Seine Wohnung in St. Petersburg sei durchsucht worden. Sicherheitskreise prüften, ob Dschalilow in den vergangenen Monaten nach Syrien gereist war. Es gebe Hinweise, dass er über das Internet Anweisungen zum Bau einer Bombe erhalten hat. Auch seine Eltern werden befragt. Bei dem Anschlag in der U-Bahn waren am Montag 14 Menschen getötet – darunter auch Dschalilow – und etwa 50 verletzt worden. Die Ermittler nahmen sechs Männer aus Zentralasien fest, die verdächtigt werden, für Extremisten Anhänger anzuwerben. Ob sie mit dem Anschlag in Verbindung stehen, war zunächst nicht bekannt.