Schönborn skeptisch zu neuem Gesetz

09.04.2017 • 20:41 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

wien. Kardinal Christoph Schönborn äußerte sich skeptisch, was das derzeit im Parlament liegende Gesetz zur weiteren Entschädigung von misshandelten Heimkindern angeht. Wörtlich sprach er in der ORF-„Pressestunde“ von einem „Schnellschuss“, bei dem es noch so manche rechtliche Klärung brauche. Vehement sprach sich der Wiener Erzbischof gegen ein Verbot religiöser Symbole im öffentlichen Raum aus.

Verständnis zeigte Schönborn für Bekleidungsvorschriften im beruflichen Feld, die religiöse Symbole verbieten. Ein generelles Verbot, wie es künftig bei der Vollverschleierung gelten soll, halte er aber für falsch, auch wenn eine Vollverhüllung nie wünschenswert sei. Auch kann Schönborn nichts mit der Forderung der Richter anfangen, die Kreuze aus den Gerichtssälen zu entfernen.