Hospiz- und Palliativbetten fehlen

11.04.2017 • 20:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Caritas fordert langfristige Finanzierung und Rechtsanspruch.

Wien. Die Caritas macht beim flächendeckenden Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung weiter Druck. Zwei Jahre nach der parlamentarischen Enquetekommission seien viele Empfehlungen noch nicht umgesetzt worden, bemängelte Präsident Michael Landau am Dienstag. Er forderte zudem, dass jedem ein Rechtsanspruch auf professionelle Begleitung am Ende des Lebens zustehe. Ebenso müsse die Hospiz- und Palliativversorgung in die Regelfinanzierung überführt werden. Bis heute sei man dabei maßgeblich auf Spenden angewiesen. Das Zusatzbudget, das über den Finanzausgleich vereinbart wurde, ist nur bis zum Jahr 2021 gesichert. Zwar seien in den vergangenen zwei Jahren bereits wichtige und sehr ermutigende Schritte gesetzt worden, doch man benötige langfristige Lösungen.

Aktuell stehen in Österreich vier Tageshospize, 316 Palliativ- und 93 Hospizbetten zur Verfügung. 55 mobile Palliativteams im Ausmaß von 219 Vollzeitstellen, 160 ehrenamtliche Hospizteams sowie 47 Palliativkonsiliardienste sind im Einsatz (Letztere wenden sich in erster Linie an das betreuende Personal). Damit fehlen laut Caritas sechs Tageshospize, 119 Palliativbetten, 169 stationäre Hospizbetten, sieben mobile Palliativteams im Ausmaß von rund 61 Vollzeitkräften, 130 Hospizteams sowie 76 Palliativkonsiliardienste.