Militärmusik sucht Personal

12.04.2017 • 20:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In Vorarlberg fehlt die Hälfte der Militärmusik-Besetzung. VN/HB
In Vorarlberg fehlt die Hälfte der Militärmusik-Besetzung. VN/HB

Truppenaufbau nach Sparkurs: Es fehlen zwölf Wehrpflichtige und elf Berufsmusiker.

Schwarzach. (VN-ebi) Der „Hans-Peter-Doskozil-Marsch“ wurde am Mittwoch in Salzburg uraufgeführt. Die Militärmusik hat das Stück für den Verteidigungsminister als Dankeschön komponiert. Schließlich hat Doskozil den Sparkurs seines Vorgängers beendet. Die Militärmusik wird wieder aufgebaut. Niemand solle mehr an ihr rütteln. Sie sei ein Schaufenster und Aushängeschild des Bundesheers, sagte er.

Von 220 Offizieren, Musikunteroffizieren und Militärmusikern werden die neun Kapellen in Österreich auf 428 Personen aufgestockt. Die Vorarlberger Militärmusik soll künftig aus 30 Wehrpflichtigen und 16 Berufsmusikern bestehen. Davon ist sie aber weit entfernt. Noch fehlt die Hälfte der Besetzung. Aktuell spielen im Land 18 Wehrpflichtige und fünf Berufsmusiker für das Heer. Zwei Frauen gehören derzeit zum Orchester. Kapellmeister Wolfram Öller erklärt: „Als klar war, dass die Militärmusik wieder wachsen kann, fanden sich kurzfristig für den Einrückungstermin im September 2016 nicht viele zusätzliche Freiwillige. Für dieses Jahr sehen wir aber schon einen Zuwachs. Wir erwarten, dass im August 26 Musiker einrücken werden. Mit den Berufsmusikern kommen wir dann auf eine Spielstärke von 30.“ Ziel sei es natürlich, die volle Orchestergröße von 46 zu erreichen.

Auch militärische Aufgaben

Neu ist, dass Grundwehrdiener bei der Militärmusik in Zukunft auch für militärische Aufgaben, etwa zur Katastrophenhilfe oder zum Schutz kritischer Infrastruktur, ausgebildet werden. „Militärmusiker werden nicht mehr ausschließlich musizieren, sondern zu rund 40 Prozent ihrer Dienstzeit militärische Tätigkeiten ausüben“, sagte Doskozil. Seit Oktober 2016 spielten die neun Musikkapellen übrigens 870 Mal auf. Das sind mehr als 30 Auftritte pro Woche.