Menschenrechtsgericht verurteilt Russland

13.04.2017 • 20:32 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
2004 starben in Beslan mehr als 330 Menschen. Die Straßburger Richter werfen Moskau schwere Versäumnisse vor.  Foto: AP
2004 starben in Beslan mehr als 330 Menschen. Die Straßburger Richter werfen Moskau schwere Versäumnisse vor. Foto: AP

straßburg. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Russland schweres Versagen beim Geiseldrama in Beslan vorgeworfen. Die Richter verurteilten Moskau am Donnerstag dazu, 409 Opfern insgesamt knapp drei Millionen Euro Schmerzensgeld zu zahlen. Bei dem Terrorangriff 2004 auf eine Schule starben mehr als 330 Menschen. Die Richter warfen den Sicherheitskräften Mängel beim Krisenmanagement sowie einen unverhältnismäßigen Einsatz von Waffen vor. Die Behörden hätten zudem nicht genug getan, um den Angriff zu verhindern. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.