IS bestreitet Tote durch US-Bombenabwurf

14.04.2017 • 20:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

US-Bombe soll 36 IS-Kämpfer getötet haben. Lob von Trump.

kabul. (VN) Beim Einsatz der größten nicht-atomaren Bombe des US-Militärs in Afghanistan seien nach Regierungsangaben in Kabul mindestens 36 IS-Kämpfer getötet worden. Zivile Opfer habe es keine gegeben, teilte das afghanische Verteidigungsministerium am Freitag mit. Bei dem Angriff am Donnerstag sei eine wichtige Kommandozentrale der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in die Luft gejagt worden. Überdies habe die Bombe strategische Verstecke der Islamisten sowie einen tief unter der Erde gelegenen Tunnelkomplex zerstört.

Die von einer MC-130-Transportmaschine über dem Distrikt Achin der Provinz Nangarhar abgeworfene Bombe des Typs GBU-43 gilt mit mehr als 8000 Kilogramm Sprengstoff und elf Tonnen TNT-Äquivalent als größter konventioneller Sprengkörper der US-Streitkräfte. Sie wird auch als „Mutter aller Bomben“ bezeichnet.

US-Präsident Donald Trump lobte den Einsatz. „Wir sind sehr stolz auf unser Militär. Es war ein weiterer Erfolg“, sagte er in Washington. Dass er den Einsatz persönlich genehmigt hatte, bestätigte er nicht.

Afghanistans ehemaliger Staatschef Hamid Karsai verurteilte den Angriff. Sein Land werde als Testgebiet für neue Waffen missbraucht, schrieb er auf Twitter.

Der IS hat Tote in den eigenen Reihen durch den Abwurf der Superbombe bestritten. Es habe weder Verletzte noch Tote gegeben, teilte die IS-nahe Propaganda-Agentur Amaq am Freitag in sozialen Netzwerken mit.