Tausende Syrer evakuiert

14.04.2017 • 20:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zivilisten verlassen belagerte Orte. USA und Russland streiten um Syrien.

Damaskus/Moskau. (VN) Im Bürgerkriegsland Syrien haben Tausende Menschen nach einem Abkommen zwischen Regierung und Rebellen vier belagerte Orte verlassen. Die Opposition kritisierte dies am Freitag als Zwangsevakuierung. Begleitet von Krankenwagen verließen am Freitagmorgen etwa 60 Busse mit rund 2300 Menschen die beiden von regierungstreuen Kräften belagerten Orte Madaja und Sabadani nahe der Grenze zum Libanon. Parallel hätten etwa 75 Busse rund 5000 Einwohner aus den von Rebellen kontrollierten Orten Fua und Kafraja gebracht, hieß es weiter.

International wurde die Debatte über den Syrien-Konflikt weiter vom Streit zwischen Russland und den USA dominiert.

US-Botschafter Kenneth Ward in Den Haag warf Syrien vor, noch immer Chemiewaffen zu besitzen und sie bewusst einzusetzen. Moskau unterstütze Syrien dabei, „die Wahrheit zu verbergen“ und schütze das Land vor den Konsequenzen, meinte Ward am Freitag bei einer Sondersitzung der Organisation für das Verbot der Chemiewaffen (OPCW), die den mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz in Syrien mit Unterstützung von Damaskus untersucht.

Moskau unterstützt Syrien dabei, die Wahrheit zu verbergen.

Kenneth Ward, US-Botschafter