Komplette Umstellung des Unibudgets geplant

25.04.2017 • 20:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Künftig könnte es mehr Studienbeschränkungen geben.  APA
Künftig könnte es mehr Studienbeschränkungen geben.  APA

Mitterlehner: Mehr Geld, mehr Absolventen, weniger Plätze.

Wien. Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) strebt eine Systemumstellung der Unifinanzierung ab der Periode 2019 bis 2021 an. Sein Modell sieht vor, das Unibudget in dieser Zeit um 1,35 Milliarden Euro auf elf Milliarden anzuheben. Es soll kein Globalbudget mehr geben, sondern die Finanzierung aus drei Töpfen für Infrastruktur, Lehre und Forschung bestehen. Das Geld für die Lehre soll abhängig von der Zahl prüfungsaktiver Studenten (mindestens 16 ECTS) gezahlt werden. Auch hängen die Mittel von den Studienplätzen der einzelnen Fächer und vom habilitierten Personal ab. 

Außerdem soll es weitere Kriterien für Zugangsbeschränkungen geben. Voraussetzung ist eine Verschlechterung der Betreuungsverhältnisse von wissenschaftlichem Personal zu Studierenden. Kandidaten dafür sind Erziehungswissenschaften (1 zu 123), Fremdsprachen (1 zu 73) und Jus (1 zu 70). 

Auch sollen die Studienplätze verringert werden und sich nach der Zahl prüfungsaktiver Studenten im ersten Studienjahr, Studienanfängern und Absolventen zusammensetzen. Nach diesem Schlüssel könnte etwa die Zahl der Jus-Plätze für Studienanfänger von rund 8000 auf 5000 sinken. Mitterlehner geht davon aus, dass es durch die damit besseren Betreuungsverhältnisse aber am Ende mehr Absolventen geben wird als bisher.