Tochter verteidigt Vater

Politik / 25.04.2017 • 20:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der US-Präsident ist nicht frauenfeindlich, sagt Ivanka Trump.

berlin. Ivanka Trump verteidigt ihren Vater gegen den Vorwurf der Frauenfeindlichkeit. Der US-Präsident sei fest davon überzeugt, dass „Frauen das Potenzial und das Können besitzen, den Job genauso gut wie Männer zu erledigen“, sagte seine Tochter am Dienstag in Berlin. „Die Tausenden Frauen, die über Jahrzehnte im Privatsektor für meinen Vater gearbeitet haben, legen davon Zeugnis ab.“

Im US-Wahlkampf hatten mehrere Frauen Belästigungsvorwürfe gegen Donald Trump erhoben. Zudem war ein Video mit abfälligen Äußerungen Trumps über Frauen aufgetaucht. Ivanka Trump äußerte sich dazu auf einer Podiumsdiskussion bei der internationalen W-20-Konferenz zur Stärkung von Frauen in der Arbeitswelt. Women20 ist Teil des Dialogprozesses der G-20 – der Runde der führenden Industrie- und Schwellenländer. Das W-20-Format bringt regelmäßig Vertreterinnen von Wirtschaft, Verbänden und Politik zusammen. Sie beraten darüber, wie die wirtschaftliche Lage von Frauen und ihre Stellung am Arbeitsmarkt verbessert werden kann und wie ihnen Wege ins Unternehmertum eröffnet werden können.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel machte sich für die Gründung eines Geldfonds zur Frauenförderung in Entwicklungsländern stark. Dieser könnte aus staatlichen und privaten Mitteln gefüllt, bei der Weltbank angesiedelt und dort mit Fördermitteln weiter aufgestockt werden, schlug sie vor. Neben Merkel und Trump nahmen an der Diskussion unter anderem die niederländische Königin Maxima, die kanadische Handelsministerin Chrystia Freeland und IWF-Chefin Christine Lagarde teil.