Über hundert Verletzte nach Sturm auf Parlament

28.04.2017 • 20:36 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Polizisten halten gewaltbereite Demonstranten zurück.   AFP
Polizisten halten gewaltbereite Demonstranten zurück.   AFP

Gewaltausbruch in Mazedonien löst Besorgnis aus.

skopje. Die angespannte Lage in Mazedonien ist eskaliert. Nachdem Anhänger des langjährigen Regierungschefs Nikola Gruevski das Parlament gestürmt haben, sind nach Angaben der Polizei vom Freitag 102 Personen verletzt worden, darunter acht Abgeordnete und 22 Polizisten. Erst Stunden nach dem Sturm am Vorabend konnte die Polizei die Kontrolle wieder übernehmen. Zu den Verletzten gehören der Chef der Sozialdemokraten, Zoran Zaev, sowie Stellvertreterin Radmila Sekerinska. Schwere Verletzungen soll zudem Zijadin Sela, Chef der Allianz für die Albaner, erlitten haben. Die Gewalt des Gruevski-Lagers war eine Reaktion auf die Wahl eines Parlamentspräsidenten durch die neue Regierungsmehrheit. Die bisher oppositionellen Sozialdemokraten (SDSM) und Abgeordnete der albanischen Minderheit hatten den Albaner Talat Xhaferi zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt. EU und OSZE zeigten sich angesichts des Gewaltausbruchs alarmiert.