Ex-FBI-Chef belastet Trump schwer

Politik / 07.06.2017 • 22:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
James Comey (m.) sagt gegen den US-Präsidenten aus. Trump hat inzwischen Christopher Wray (l.) als neuen FBI-Chef nominiert.   Foto: reuters
James Comey (m.) sagt gegen den US-Präsidenten aus. Trump hat inzwischen Christopher Wray (l.) als neuen FBI-Chef nominiert.   Foto: reuters

Comeys Anhörung mit Spannung erwartet. Wray soll sein Nach­folger soll werden.

washington. Der frühere FBI-Direktor James Comey hat bekräftigt, dass ihn US-Präsident Donald Trump aufgefordert habe, die Untersuchungen gegen dessen früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn zu beenden. Dieses Ansinnen habe ihn sehr besorgt, erklärte Comey in einer schriftlichen Stellungnahme für den Geheimdienstausschuss des US-Senats, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Flynn werden illegale Kontakte zu russischen Stellen vorgeworfen. Weil er darüber falsche Aussagen gemacht hatte, musste er nach wenigen Wochen im Amt zurücktreten.

Comey hat im Statement außerdem erklärt, Trump habe ihn in einem Treffen am 14. Februar zu Loyalität ihm gegenüber aufgefordert. Am 9. Mai  wurde er von Trump fristlos entlassen.

Comeys Stellungnahme ist eine Abrechnung auf sieben Seiten. Das meiste darin dürfte Donald Trump gar nicht gefallen. Die Anhörung des ehemaligen FBI-Chefs wird heute mit großer Spannung erwartet. Comeys Aussage unter Eid kann erhebliche Auswirkungen auf Trumps Präsidentschaft haben.

Der US-Präsident will Christopher A. Wray zum neuen FBI-Direktor machen. Das gab Trump am Mittwoch auf Twitter bekannt. Der 50-jährige Wray arbeitet derzeit als Anwalt in Washington DC. Er war unter dem früheren Präsidenten George W. Bush einige Jahre für das Justizministerium tätig. Wray ist Absolvent der Eliteuniversität Yale und gilt als ausgezeichneter Anwalt und Experte für Wirtschaftskriminalität.

Bekanntgabe via Twitter

Trump twitterte, dass Wrays Zeugnisse makellos seien. Weitere Details würden bald folgen. Das Verkünden der hohen Position eines FBI-Chefs via Twitter ist allerdings unüblich. Frühere FBI-Direktoren wurden vom Präsidenten persönlich in einer Zeremonie im Weißen Haus bekannt gegeben.