Kurz heizt Debatte über Islam-Kindergärten an

Politik / 22.06.2017 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. ÖVP-Obmann Sebastian Kurz würde gerne die islamischen Kindergärten in Wien schließen lassen, weil diese sprachlich und kulturell abgeschottet seien. Der Integrationsminister glaubt, dass dies über eine Verschärfung der Qualitätskriterien möglich wäre. Dann seien die Einrichtungen nicht mehr förderungswürdig und müssten von selbst zusperren.

Der Grüne Bildungssprecher Harald Walser erklärte, dass es längst einen bundesweiten Qualitätsrahmen für elementare Bildung brauche, das von der ÖVP geführte Familienministerium sei hier jedoch seit Jahren säumig. Der zuständige Wiener Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) reagierte erstaunt auf die von Kurz angezettelte Debatte: „Ich bin der Meinung, Politik soll Probleme lösen und nicht erfinden.“ Falls es auch nur einen Fall gebe, wo der Verdacht bestehe, dass es Verstöße gebe, werde man dies prüfen. Sollte Kurz aber gemeint haben, dass man nur mehr säkulare Kindergärten erlauben solle, würde dies sicher zu einer „interessanten Diskussion“ führen, sagte Czernohorsky. Bei dieser sollten dann aber alle konfessionellen Träger dabei sein.