Deutschförderklassen nur für Schuleinsteiger

17.04.2018 • 19:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nach der Begutachtung hat Faßmann noch Änderungen am Entwurf vorgenommen. APA
Nach der Begutachtung hat Faßmann noch Änderungen am Entwurf vorgenommen. APA

Wien Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hält auch nach der Begutachtung an seinem Gesetzesentwurf zur Einführung von Deutschförderklassen fest. Gegenüber dem Erstentwurf gibt es aber leichte Adaptierungen: So soll eine Deutschförderklasse erst ab acht Schülern pro Standort eingerichtet werden (statt sechs), Schulen erhalten etwas mehr Spielraum bei der Organisation. Demnach ist der Unterricht in den Deutschförderklassen klassen-, schularten- und schulstufenübergreifend möglich. Außerdem sollen nicht mehr alle außerordentlichen Schüler eine Deutschförderklasse besuchen müssen, sondern nur jene, die in der ersten Schulstufe aufgenommen wurden, oder gerade in Österreich angekommen sind. 

Eingeführt wird das neue Modell schrittweise ab dem Schuljahr 2018/19. Dafür werden alle Kinder, denen bei der Schuleinschreibung Deutschmängel attestiert werden, getestet. Ergibt sich, dass sie dem Unterricht nicht ausreichend folgen können, kommen sie als außerordentliche Schüler in eigene Deutschförderklassen. Dort wird dann in 15 bis 20 Wochenstunden Deutsch unterrichtet – für Gegenstände wie Zeichnen, Musik oder Turnen werden die Kinder den normalen Regelklassen zugeteilt.

Nach jedem Semester soll überprüft werden, ob die Kinder dem Regelunterricht ausreichend folgen können. Ist dies der Fall, können sie in die Regelklassen wechseln und müssen weiterhin sechs Stunden pro Woche einen Deutschförderkurs besuchen.  Fehlt es noch an ausreichenden Deutschkenntnissen, bleiben sie maximal vier Semester in der Deutschförderklasse.