Länder auf Balkanroute streben bessere Kooperation an

Politik / 07.06.2018 • 20:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

sarajevo Die Länder auf der sogenannten Balkanroute wollen ihre Kooperation verbessern. Das teilten die Innenminister nach einer Konferenz in Sarajevo am Donnerstag mit. So soll eine biometrische Datenbank zur besseren Erfassung der Migranten geschaffen werden, kündigte der bosnische Minister Dragan Mektic nach Angaben von kroatischen und bosnischen Medienberichten an. Sie soll auch mit dem EU-System kompatibel sein. Wir müssen sehen können, ob diese Leute bereits zuvor in Europa waren.“

Sowohl Bosnien-Herzegowina als auch Slowenien berichteten zuletzt von einem Anstieg illegaler Einreisen. „Unsere Priorität ist es, ausreichende Unterbringungskapazitäten zu schaffen“, sagte Bosniens Flüchtlingsministerin Semiha Borovac laut dem Online-Portal „balkaninsight“. In Bosnien sollen seit Jahresanfang rund 5600 Personen illegal eingereist sein. Derzeit sollen sich noch rund 2000 von ihnen im Land aufhalten. Österreichs Vertreter bei der Konferenz, Bundeskriminalamtschef Franz Lang, kündigte für den 18. und 19. Juni ein Treffen der Polizeichefs in Wien an. Dabei sollen konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung von Menschenhandel besprochen werden, berichtete das Internetportal der Zeitung „Oslobodjenje“.

An dem Treffen in Sarajevo nahmen acht Länder teil: Österreich, Bosnien, Kroatien, Slowenien, Albanien, Griechenland, Montenegro und Serbien. Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) konnte wegen Problemen mit der Flugverbindung kurzfristig nicht anreisen.